Projektinformationen

Planungsstand

01. Juli 2017

Planungsstand Projekt Bernried

Hier finden Sie Informationen zu den folgenden Themen:

 

Aktueller Stand der Genehmigung des Projektes

Alle Gutachten und Planungen für den Bohrplatzbau, für das Kraftwerk sowie für die erste Testbohrung sind abgeschlossen. Die wichtigsten Genehmigungen liegen inzwischen vor, alle Klagen gegen die Genehmigungen wurden vom Bayerischen Verwaltungsgericht abgewiesen

Hauptbetriebsplan Teil A: Bohrplatzbau Höhenried West

Bescheid erhalten vom Bergamt Südbayern (Regierung von Oberbayern) im November 2011. Verlängert im Jahr 2015 bis Herbst 2018

Hauptbetriebsplan Teil B: Bohrung Bernried GT1 Bescheid erhalten vom Bergamt Südbayern (Regierung von Oberbayern) im Januar 2012. Verlängert im Jahr 2015 bis Herbst 2018.
Hauptbetriebsplan Teil A: Bohrplatzbau Tutzing Süd
Bescheid erhalten vom Bergamt Südbayern (Regierung von Oberbayern) im September 2012. Verlängert im Jahr 2015 bis Herbst 2018.
Baugenehmigung für das Kraftwerk Bescheid erhalten vom Landratsamt Weilheim-Schongau im September 2012. Verlängert im Jahr 2016 bis September 2018.
Anbindung des Bohrplatzes: Ausbau des bestehenden Feld- und Waldweges, Verlegung von Strom-, Wasser-, Telefon-, und Fernwärmeleitungen Genehmigung erhalten vom Landratsamt Weilheim-Schongau im Juli 2011
Erlaubnis für die Einleitung von Regenwasser aus dem Gelände des Geothermiekraftwerks in den Rötlbach (in der Betriebsphase)

Genehmigung erhalten vom Landratsamt Weilheim-Schongau im August 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bauarbeiten

Im Januar 2013 haben wir begonnen, die Brücken über den Rötlbach zu erneuern. Die Arbeiten sind durch die Firma Strommer aus Schongau im November 2013 abgeschlossen worden. Im zweiten Schritt im Jahr 2016 werden wir die erforderliche Infrastruktur schaffen, d.h. es werden Rohre und Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Telefon entlang der Zuwege unterirdisch verlegt. Die Bevölkerung wird über Aushänge und die BEG-Homepage über die jeweils aktuellen Arbeiten informiert.

Mit dem Bohrplatzbau kann erst danach, voraussichtlich ab Mitte 2016, begonnen werden. Der Bohrbeginn erfolgt voraussichtlich Herbst 2016.

Am Standort Tutzing Süd haben wir im Januar 2011 planmäßig vor Beginn der Brutzeit die Bäume gefällt. Im Frühjahr 2012 wurde die Fläche gerodet. Seitdem wird sie regelmäßig gemulcht.

 

 

Abb 1: Skizze der ersten Bohrung (anklicken für ganzes Bild)
Abb 1: Skizze der ersten Bohrung (anklicken für ganzes Bild)

 Bohrplanung

Die erste Testbohrung Bernried GT1 werden wir von Höhenried West aus 3.400 Meter senkrecht in die Tiefe treiben. Bis etwa 4.250 Meter Tiefe läuft sie dann in einem Winkel von 20 Grad nach Nord-Osten. In dieser Tiefe ist der Beginn der Jurakalkschicht (sog. „Top-Malm") erreicht. Im Malm wird die Bohrung abgelenkt und abgeflacht. Denn wenn die Bohrung eine längere Strecke (geplant sind etwa 1.000 Meter) durch die wasserführende Gesteinsschicht zurücklegt, kann später mehr heißes Wasser aufgenommen werden (siehe Abbildung 1).

Im Rahmen unseres Bohr-Antrages beim Bergamt mussten wir neben der exakten Bohrplanung für die erste Testbohrung auch mögliche Bohrstrecken für die weiteren Bohrungen angeben. Allerdings wissen wir erst nach der ersten Bohrung, wie der Boden aufgebaut ist und ob weitere Bohrungen überhaupt sinnvoll sind, so dass die Bohrplanung erst danach seriös aufgestellt werden kann. Die tatsächliche Bohrplanung für weitere Bohrungen muss dem Bergamt erneut zur Genehmigung vorgelegt werden.

 

 Finanzierung

Die verschiedenen Bestandteile des Projektes werden unterschiedlich finanziert:

  1. Die Kosten für die Voruntersuchungen, die Bohrung und die Energiezentrale trägt die BE Geothermal - und nicht wie in anderen Projekten die Gemeinde. Eine für Bernried sehr komfortable Lösung, denn wenn sich herausstellt, dass die Tiefengeothermie nicht genug Energie fördern kann, entstehen der Gemeinde keine Kosten. Das Risiko trägt alleine die BE Geothermal GmbH.
  2. Die Gemeinde Bernried finanziert den Ausbau des Fernwärmenetzes. Dafür können auch Steuergelder verwendet werden - wie für alle Infrastrukturmaßnahmen, von denen jeder Bürger profitiert (z.B. Abwasserkanäle, Straßenbau, Trinkwasser)
  3. Die Stromkomponente des Projektes finanziert sich über den Stromverkauf. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG, 2017) garantiert den Erzeugern eine bestimmte Einspeisevergütung. Dieser garantierte Preis finanziert sich aus einer Umlage (sogenannte EEG-Umlage), mit der alle erneuerbaren Energiequellen gefördert werden und an der sich jeder Stromverbraucher mit 6,35 ct/kWh (Stand 2016) beteiligt. Es entfällt auf die Tiefe Geothermie übrigens nur ein sehr kleiner Anteil dieser Fördermittel. Es fließen keinerlei staatliche Subventionen in diesen garantierten Preis. Energieintensive Betriebe sind von der EEG-Umlage befreit.
  4. Den Anschluss des eigenen Haushaltes an das Fernwärmenetz muss jeder Bürger selbst finanzieren, wobei Zuschüsse von der KfW von zurzeit EUR 1.800 pro Anschluss zur Verfügung stehen.

 

Abb. 2: Das Betriebsgelände Höhenried West ist eingebettet zwischen Bahndamm, Drumlin und Wald.
Abb. 2: Das Betriebsgelände Höhenried West ist eingebettet zwischen Bahndamm, Drumlin und Wald.

Abb. 3: So wird es am Standort Tutzing Süd im Jahr 2024 aussehen: Der Platz ist renaturiert, nur zwei Rohrbögen leiten das abgekühlte Thermalwasser geräuschlos in die Tiefe zurück.
Abb. 3: So wird es am Standort Tutzing Süd im Jahr 2024 aussehen: Der Platz ist renaturiert, nur zwei Rohrbögen leiten das abgekühlte Thermalwasser geräuschlos in die Tiefe zurück.

Abb. 4: Schallausbreitung am Standort Höhenried
Abb. 4: Schallausbreitung am Standort Höhenried

 

 Kraftwerk

Das Erdwärme-Kraftwerk soll in Höhenried West errichtet werden (siehe Abbildung 2). Es wird dort eingebettet zwischen natürliche Hügel (Drumlins), Bahndamm und Bäume, so dass es aus der Ferne nicht auffallen wird. Der Bau des Bohrplatzes erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bergamt und den Naturschutzbehörden.

Die Stromerzeugung wird mit einer ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle) betrieben, die mittels Luft gekühlt wird. Mit den Lüftern (voraussichtlich 48 Stück, jeweils 10 m hoch auf einer Fläche von 19x130 Metern) vermeiden wir Dampfschwaden, ihr Geräusch wird schon im Umkreis von 200 m nur noch als ein Brummen vom Niveau eines Kühlschrankes hörbar sein. Denn die natürlichen Wälle wirken zusammen mit baulicher Schalldämmung als effektiver Schallschutz (siehe Abbildung 4).

Das Kraftwerk soll auf einer intensiv bewirtschafteten Wiese gebaut werden. Die Fläche für das Kraftwerk wurde anhand einer großräumigen Umweltverträglichkeitsstudie so ausgewählt, dass dadurch keine Biotope beschädigt und geschützte Arten nicht bedroht werden. Außerdem werden wir in der Nähe der Anlage eine sogenannte Ausgleichsfläche schaffen: Wir wandeln eine stark gedüngte und häufig gemähte Wiese in eine Magerwiese um, auf der sich schon bald eine größere Pflanzen- und Tiervielfalt entfalten wird.

 

 Nutzungsdauer

Aus einer Fülle von Daten haben wir ein genaues Computermodell des Untergrunds erstellt. Wir haben simuliert, wie, wo und in welchen Zeiträumen sich die Temperatur im Wasserreservoir verändert, wenn wir verschiedene Wassermengen fördern und wieder in den Boden zurückleiten.

Das Ergebnis: Es dauert Hunderte von Jahren, bis das geförderte Wasser auch nur um 1 °C abkühlt. Bei einer erwarteten Wasser Temperatur von 150 °C ist diese Veränderung sowohl für die Fernwärmenutzung als auch für die Stromerzeugung völlig unerheblich: Eine langfristige und nachhaltige Nutzbarkeit ist für Generationen sichergestellt.

Sobald man die Förderung einstellt, wird sich das Tiefenwasser durch die aus dem Erdinneren kontinuierlich nachströmende Hitze wieder erwärmen.

 

 Redundanzkraftwerk

Um Versorgungsspitzen abzufedern bzw. auch bei Wartungsarbeiten oder Notfällen eine Fernwärmeversorgung zu garantieren, werden Geothermie-Anlagen im Interesse der angeschlossenen Haushalte mit so genannten Redundanzkraftwerken gekoppelt, die meist mit Öl oder Gas betrieben werden. Der Vorteil in Bernried: Hier muss kein zusätzliches Kraftwerk gebaut werden, da die in der Klinik Höhenried bereits existierende Anlage hierfür genutzt werden kann.

 

 Standorte

Abb. 5: Beide Bohrplätze liegen direkt an der Bahnlinie.
Abb. 5: Beide Bohrplätze liegen direkt an der Bahnlinie.

Für das Geothermieprojekt Bernried werde an zwei Standorten vier Bohrungen erfolgen: Je zwei zur Förderung und je zwei zur Zurückleitung des Thermalwassers.

Maßgeblich für die Auswahl der beiden Bohrplätze ist die geologische Beschaffenheit der Erdschichten in 4.000 bis 5.000 Metern Tiefe:

  • Bohrungen sind nur sinnvoll, wo wasserreiche Gesteinsschichten verlaufen, also über den so genannten „Störungen".
  • Erst die ausreichende Durchlässigkeit der angezielten Gesteinsschicht ermöglicht eine Nutzung der beiden Bohrungen in Verbindung miteinander.

Im Rahmen der geologischen Vorbedingungen wurden beide Standorte außerdem so gewählt, dass Mensch und Natur gut geschützt sind:

  • Die ausreichende Entfernung zu Wohngebieten gewährleistet Lärmschutz.
  • Die Nutzung bestehender Wege minimiert Eingriffe in Natur.
  • Es werden keine wertvollen Habitate zerstört.

Von Höhenried West aus sind zwei Bohrungen zur Förderung des Thermalwassers geplant, hier soll auch das Kraftwerk stehen (siehe Abbildung 2). Das Wasser wird nach der Nutzung in unterirdischen Pipelines zum zweiten Standort Tutzing Süd geleitet, wo es geräuschlos wieder in die Tiefe zurückgeleitet werden soll. Beide Standorte liegen direkt an der Bahnlinie Tutzing-Kochel (siehe Abbildung 5). Der Standort Tutzing Süd wird nach Abschluss der Bauarbeiten wieder renaturiert, so dass lediglich zwei Rohrbögen zu sehen sein werden (siehe Abbildung 3).

 

 Verkehr und Wege

Wir haben die Standorte für unsere Bohrplätze u.a. so gewählt, dass keine neuen Straßen gebaut werden müssen. Es werden lediglich bereits bestehende Forstwirtschaftswege befestigt und ausgebaut (siehe oben) - so vermeiden wir unnötige Eingriffe in die Natur. Die Zufahrt zu den Bohrplätzen Höhenried West und Tutzing Süd erfolgt über die Staatstrasse 2063, Abzweig „Sagstraße" in Höhe der Klinik Höhenried (siehe Abbildung 5).

Derzeit arbeiten wir mit der Deutschen Bahn daran, möglichst viele der nötigen An- und Abtransporte mit Güterzügen zu bewältigen, um damit die Belastung der Ortschaften zu minimieren. Für die Transporte per LKW verpflichten wir die beteiligten Baufirmen vertraglich, bestimmte Routen nach einem festen Plan zu nutzen, damit sich die Transporte auf verschiedene Wege verteilen und Konzentrationen vermieden werden. Bei der Routenplanung bestimmen die Straßenverhältnisse die Rahmenbedingungen: Unterführungen müssen hoch genug, Brücken breit und stabil genug sein, es muss Ausweichmöglichkeiten geben etc.

Im Zusammenhang mit den Bohrungen erwarten wir ein LKW-Aufkommen von ca. 90 LKW zum Auf- und Abbau der Bohranlage, jeweils in einem Zeitraum von 15 Tagen (umgerechnet 6 LKW pro Tag in dieser Phase). Die Erdbauarbeiten für den Bohrplatzbau und die Verstärkung der Forstwirtschaftswege erfordern weitere LKW-Transporte, die wir derzeit noch planen.

 

 Versicherungsschutz

Das Projekt ist vollständig und umfangreich versichert. Der Versicherungsschutz wird auch vom Bergamt kontrolliert und ist Genehmigungsbestandteil. Auch wenn keine seismische Aktivität zu erwarten ist, die Schäden verursachen könnte, besteht daher ein Versicherungsschutz gegen Bergschäden. Wie im privaten Haftpflichtbereich auch, haften grundsätzlich das Unternehmen / die Konzessionsinhaber für Schäden, die aus nicht ordnungsgemäßen oder nicht ausreichend abgesicherten Betrieb entstehen. Die Bergschadensvermutung gilt seit August 2016, d.h. Schäden im Umfeld eines Geothermieprojektes können zunächst den Projektaktivitäten angelastet würden. Der Betreiber muss den Schaden begutachten lassen, wenn nicht auszuschließen ist, dass der Betrieb des Geothermie-Kraftwerkes ursächlich für den Schaden ist, muss ein Schaden reguliert werden. 

Auch wenn Schäden praktisch auszuschließen sind, nimmt die BEG die Befürchtungen der Bevölkerung sehr ernst. Sie hat daher zur Absicherung der Bevölkerung zwei zentrale Maßnahmen beschlossen:

  1. Ein unabhängiges wissenschaftliches Institut (LMU München) wird die Seismizität in Bernried und Umgebung mit Spezialinstrumenten kontinuierlich erfassen und kontrollieren. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich; damit ist sichergestellt, dass alle seismischen Events professionell dokumentiert sind. Damit ist auch eine belastbare Datenbasis für Schadensersatzregelungen zur Hand.
  2. Versicherung
    a.   BEG ist gut gegen eventuelle sogenannte Bergschäden versichert; das sind Schäden, die durch seismische Events ausgelöst werden.
    b.   Die Gemeinde Bernried, die letztendlich in der Haftung für das Projekt steht, ist in unbegrenzter Höhe für eventuelle Schäden versichert
    c.   BEG verpflichtet sich, unbürokratisch und fair mit eventuellen Schadensmeldungen umzugehen und wird dafür einen Ombudsmann benennen.

 

 Wasserversorgung und -entsorgung

Zu Beginn der Bohrphase benötigen wir ca. 300 Kubikmeter Wasser für die Herstellung der Bohrspülung. Dieses wird aus dem im Frühjahr 2011 gebohrten Brunnen auf der Sagwiesn entnommen. Für die Bohrung im letzten Bohrabschnitt benötigen wir kurzfristig größere Mengen Wasser, da das Bohrwasser in dem wasserdurchlässigen Kalk versickert und ergänzt werden muss. Dieses Wasser wird aus dem Auweiher entnommen und in großen Becken bevorratet. Je Bohrung werden dafür ca. 2.000-3.000 m³ Wasser benötigt. Das klingt viel, entspricht aber lediglich 1-2 Prozent des Auweiher-Wasservolumens; der Wasserspiegel wird dadurch kaum wahrnehmbar um maximal 5 cm sinken. Sowohl der Besitzer des Weihers als auch der Fischereiverein Murnau als Pächter haben dazu bereits ihr Einverständnis erteilt. Während der Laichzeit wird selbstverständlich kein Wasser entnommen, und jede einzelne Entnahme wird mit dem Fischereiverein abgestimmt.

Das während der Bohrung benötigte Wasser wird in der Regel wiederverwendet (d.h. die Bohrspülung wird gefiltert und immer wieder genutzt). Grundsätzlich erfolgt die Wasserentsorgung nach den Regeln der an den Ringkanal angeschlossenen Gemeinden am Starnberger See. Sanitär- und Toiletten-Abwässer werden in den Ringkanal eingeleitet. Regenwasser wird in einem Abscheidesystem von Staub und auch von evtl. Verunreinigungen befreit und danach in den Rötlbach eingeleitet. Nach dem Test der ersten Bohrung wird das Thermalwasser nach der chemischen Prüfung in den Ringkanal eingeleitet und der Kläranlage zugeführt. Dies wird nur bei trockenem Wetter geschehen, da der Ringkanal bei Regen ausgelastet ist. Weil die beim ersten Test geförderten Thermalwassermengen die Kapazität des Ringkanals überschreiten, wird das Thermalwasser in einem großen Becken gelagert und nur nach und nach in den Kanal eingeleitet. Bei den Tests der weiteren Bohrungen und auch später im Betrieb wird das Thermalwasser in einem geschlossenen Kreislauf über die Reinjektionsbohrungen wieder zurück in die Tiefe geleitet und kommt an keiner Stelle mit dem oberflächennahen Grundwasser in Berührung, da die Bohrungen komplett mit Stahlrohren ausgekleidet sind.

 

 

 Wasserzusammensetzung

Die genaue Zusammensetzung des Thermalwassers aus der Tiefe kennen wir erst, wenn wir gebohrt haben. Ob das Wasser Trinkwasserqualität wie in Erding haben wird oder mit Mineralien angereichert sein wird, so dass man es als Heilwasser nutzen könnte, wissen wir heute noch nicht. Was sich allerdings schon heute sagen lässt: Es ist extrem unwahrscheinlich, dass das Wasser radioaktiv ist, denn bei noch keiner Bohrung in vergleichbarem Gestein in der Molasse wurde nennenswerte Radioaktivität gefunden. Wichtig ist zu wissen: Egal, wie das Wasser zusammengesetzt sein wird, es gibt keine Gefahr für das Trinkwasser oder den Starnberger See, da das Wasser in einem geschlossenen Kreislauf fließt und die Bohrungen bis in die Tiefe komplett mit Stahl verkleidet sind, so dass kein Kontakt mit oberflächennahem Grundwasser möglich ist.