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Projekt Bernried

Oberland-Ausstellung: Große Zustimmung für Geothermie

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Mittwoch, 21. September 2011

Informations-Offensive und Gesprächsmarathon

Andrang beim Geothermie-Stand
Andrang beim Geothermie-Stand

Geothermie - ja bitte!

Das Ergebnis der Geothermie-Umfrage, die unter Besuchern der diesjährigen Weilheimer Oberland-Ausstellung (ORLA) vom 15. bis 19. September 2011 gemacht wurde und an der sich insgesamt 341 Ausstellungsbesucher beteiligten, spricht eine deutliche Sprache: 73 Prozent der Befragten haben sich darin für Geothermieprojekte im Oberland ausgesprochen. 24 Prozent waren noch unentschieden und lediglich zwei Prozent der Befragten äußerten sich ablehnend.

Anne Heigl, Geschäftsführer BE Geothermal: "Dieses Ergebnis deckt sich mit den vielen Gesprächen, die wir auf der Messe geführt haben: Die überwältigende Mehrheit der Standbesucher sieht in der Geothermie eine sinnvolle Ergänzung der alternativen Energiequellen, auf die wir in Deutschland künftig unsere Energieversorgung stützen müssen. Einige Besucher haben ihre Vorbehalte, die meist auf falschen Informationen beruhten, aufgegeben und sogar Bereitschaft gezeigt, kurzzeitig Beeinträchtigungen für eine umweltschonende und sichere Energieversorgung in Kauf zu nehmen."

Bürgermeister Steigenberger zieht die Gewinner im Geothermie-Quiz.
Bürgermeister Steigenberger zieht die Gewinner im Geothermie-Quiz.

Fünf Tage lang haben Mitarbeiter der Unternehmen Erdwärme Oberland (Projekt Weilheim) und BE Geothermal (Projekt Bernried) sowie der Gemeinde Bernried auf der ORLA erklärt, wie hydrothermale Geothermie genau funktioniert. Anhand zahlreicher Bilder, Infotafeln und Erläuterungen konnten Missverständnisse ausgeräumt werden, und immer wieder sprang der Funke der Begeisterung für diese vielversprechende Technologie über.

Ebenfalls begeistert zeigte sich Umweltminister Dr. Markus Söder, der dem Messestand am Eröffnungstag einen Besuch abstattete: "Wir in Bayern sitzen ja wie auf einer Wärmflasche, kein anderes Bundesland hat diese Chance." Außerdem regte er einen intensiven Dialog von Bürgern, Politkern und Unternehmen an, um Skepsis und Ängste abzubauen.

Dies bestätigt auch Josef Steigenberger, 1. Bürgermeister von Bernried: "Wir haben hier wieder einmal die Erfahrung gemacht, wie wichtig Informationen sind: Die meisten Bürgerinnen und Bürger sind nur solange zurückhaltend gegenüber der Geothermie, wie sie noch Fragen haben. Ich kann die Menschen in der Region nur immer wieder ermuntern, die Geothermie-Sprechstunden im Bernrieder Rathaus zu nutzen." In den nächsten Wochen wird außerdem eine Plakatausstellung für das Rathaus entworfen, die alle Themen rund um die Geothermie erklärt.

Dr. Markus Wiendieck und Anne Heigl freuen sich mit Cynthia Adelmann über deren neues Fahrrad.
Dr. Markus Wiendieck und Anne Heigl freuen sich mit Cynthia Adelmann über deren neues Fahrrad.

Das Interesse der Besucher wie auch der Politik am Geothermie-Stand war über alle Ausstellungstage außerordentlich groß. "Wann kommt denn die Geothermie?" war eine der häufigsten Fragen, die dem Stand-Team gestellt wurden. Dies zeigt: Die Energiewende hin zu mehr erneuerbaren Energien ist - auch und gerade vor der eigenen Haustür - wirklich gewollt.

Neben vielen Informationen hatte der Gemeinschaftsstand von Erdwärme Oberland und BE Geothermal außerdem ein echtes Messe-Highlight aufzubieten: Bei einem Geothermie-Quiz gab es ein Elektrofahrrad, Besuche in der Therme Erding und viele andere attraktive Preise zu gewinnen. Die Gewinner wurden von Bürgermeister Steigenberger ausgelost. Der Hauptgewinn ging an die Studentin Cynthia Adelmann (23), die das Fahrrad im Wert von 1.200 Euro von den Geschäftsführern von BE Geothermal und Erdwärme Oberland, Anne Heigl und Dr. Markus Wiendieck, überreicht bekam und sofort begeistert testete.