Geothermie

Bohrarbeiten in Geretsried beendet

20. September 2017

Bohrung GEN-1ST-A1 erreicht Zielteufe in 5.700 Metern Tiefe

Geothermieprojekt Geretsried
Geothermieprojekt Geretsried
 

Die Bohrarbeiten an der ersten Bohrung für das Geothermieprojekt Geretsried sind mit dem Erreichen der Zielteufe von 5.700 m abgeschlossen worden. Die Bohrung hat eine Neigung von etwa 85° und hat eine Strecke von 1.000 m innerhalb einer Störungszone durchörtert. Dabei traten Spülungsverluste von insgesamt gut 800 Kubikmetern auf. Dies entspricht einer Menge von 4.000 gefüllten Badewannen. Damit verdichten sich die Hinweise auf ein durchlässiges kluftkontrolliertes Gebirge auf weiter Strecke.

Zuletzt hatte der Kalkanteil wieder deutlich zugenommen, nachdem erst Dolomit und dann stark dolomithaltiger Kalkstein durchteuft wurde. Auf den letzten 50 Metern wurde nach Bohrkleinanalyse sogar leicht zuckerkörniger Dolomit angetroffen. Nun beginnen die Ausbauarbeiten der Bohrgarnitur, darauffolgend eine Befahrung zur Räumung und Säuberung der Bohrung. Nach diesen Vorarbeiten werden dann geophysikalische Bohrlochmessungen – das Logging – durchgeführt, im Anschluss daran werden die Arbeiten zum hydraulischen Testprogramm begonnen. Spätestens dann wird man verlässliche Aussagen zur Fündigkeit der Bohrung GEN-1ST-A1 treffen können. Doch bereits jetzt ist mit dem erfolgreichen Abteufen der Bohrung bis zur Zielteufe einschließlich Bohrkerngewinn aus diesem tiefliegenden Karbonatreservoir ein Meilenstein erreicht.

Quelle: LIAG