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Geothermie

Münchner Messe mit Geothermie beheizt

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Donnerstag, 29. September 2011

Vorreiterrolle im Klima- und Umweltschutz

Messe München
Messe München

Messe München nutzt zur Wärmeerzeugung überwiegend regenerative Energien

Die Gebäude der Messe München werden in Zukunft durch die Geothermie-Anlage der Stadtwerke München (SWM) im Osten des Messegeländes beheizt. Damit ist die Messe München die erste Messegesellschaft weltweit, die zur Wärmeerzeugung überwiegend regenerative Energien verwendet. Die Messe München unterstreicht damit ihre Vorreiterrolle im Klima- und Umweltschutz.

Die Erdwärme stellt künftig die Grundwärmeversorgung des Messegeländes sicher, für Spitzenbelastungen kann auf das messeeigene Blockheizkraftwerk und die Heizanlagen der SWM zurückgegriffen werden.

Durch diese Umstellung von Erdgas zu Erdwärme wird die Messe München jährlich etwa 1.600 Tonnen Kohlendioxod (CO2) vermeiden. Damit verbunden ist außerdem eine finanzielle Ersparnis im mittleren sechsstelligen Bereich - der Umweltschutz tut also auch den Finanzen ausgesprochen gut!

Doch vor diesem zukunftsweisenden Schritt stehen Bauarbeiten: Auf dem Messegelände wird ein insgesamt fünf Kilometer langes Nahwärme-Leitungsnetz verlegt, und zwischen dem bereits seit 2004 bestehenden Geothermie-Heizwerk und dem Messegelände wird eine 500 Meter lange Verbindungsleitung gebaut. Ab Herbst 2011 soll dann die Erdwärme in das Messenetz eingespeist werden.

Das Geothermiewerk Riem

Das heiße Wasser aus rund 3.000 Metern Tiefe steigt von selbst bis 200 Meter unter die Oberfläche. Mit einer Pumpe wird das 93°C heiße Wasser die restliche Strecke nach oben befördert - 60 Liter stehen pro Sekunde zur Verfügung. In einem Wärmetauscher gibt das Wasser seine Wärme an das Nahwärmenetz ab und wird anschließend durch eine zweite Bohrung wieder zurück in die Tiefe geführt.