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Geothermie

EEG: Atomausstieg auch durch Erdwärme

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Mittwoch, 13. Juli 2011

EEG-Novelle: Geothermie wird stärker gefördert

 

Weg von der Atomkraft, hin zu Erneuerbaren Energien
Weg von der Atomkraft, hin zu Erneuerbaren Energien

Die Energiewende ist beschlossen - und die Tiefe Geothermie ist ein wichtiger Baustein

Deutschlands Atomkraftwerke sollen vom Netz, vorzugsweise erneuerbare Energien sollen deren Stromproduktion ersetzen. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgehalten:

"Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes

  • eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen,
  • die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern,
  • fossile Energieressourcen zu schonen und
  • die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern."

 

Bis 2030 sollen so 50 Prozent des deutschen Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Das Gesetz legt auch genau fest, welche Energieformen "erneuerbar" sind:

"Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie"

 

Im Zentrum des EEG steht die Einspeisevergütung - also das Entgelt, das Netzbetreiber den Stromerzeugern bezahlen müssen:

"Für Strom aus Geothermie beträgt die Vergütung 25,0 Cent pro Kilowattstunde."

Das sind 2 Cent mehr als bislang (20 Cent + 3 Cent für Wärmeauskopplung). Die Bundesregierung hat diese Förderung angehoben, um bei der Geothermie den gleichen Ausbau-Schub zu erzielen, wie vor etwa 15 Jahren bei Windkraft und Photovoltaik. Auch damals wurden hohe Fördersätze beschlossen, damit sich die Technologie stärker verbreitet und dadurch auch schneller weiterentwickelt. Bislang entstehen Geothermie-Projekte nur langsam, so dass sich auch das Wissen um die Technologie nur langsam weiterentwickeln kann: Nur, was man macht und übt, kann man sukzessive auch immer besser machen.
Aus diesem Grund wurde auch die Degression, also die schrittweise Kürzung der Förderung, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben (2018 statt 2010), erfolgt dann aber schneller (5 % statt 1 %). Dadurch soll zum einen technologischer Entwicklungsdruck erzeugt werden, zum anderen werden auch die Kosteneinsparungen berücksichtigt, die mit der technologischen Reife einhergehen (analog der aktuellen Herabsetzung des Fotovoltaik-Tarifs).

 

Greenpeace-Logo
Greenpeace-Logo

Auch Naturschutz-Organisationen wie Greenpeace begrüßen das neue EEG. In einer Stellungnahme zum neuen EEG fordert Greenpeace sogar noch weiter gehende Förderung für Geothermie:

"... Geothermie [hat] in Deutschland ein riesiges Potenzial zur Strom- und Wärmeerzeugung, das im Hinblick auf die enormen Herausforderungen beim Umbau der Energieversorgung weder aufgegeben noch vernachlässigt werden sollte. Vor diesem Hintergrund sind die verbesserten Förderbedingungen für Geothermie grundsätzlich zu begrüßen.

→ Die Förderbedingungen der Geothermie sollten noch deutlich verbessert werden, damit wir in den nächsten Jahren tatsächlich zu dem gewünschten Durchbruch bei dieser Technologie kommen. Verbesserte Förderbedingungen fallen aufgrund der geringen Anzahl von Projekten bei der EEG-Umlage kaum ins Gewicht und können später wieder herabgesetzt werden."

 

Hier können Sie die vollständige Stellungnahme von Greenpeace herunterladen (173 KB, pdf).

Hier gelangen Sie zum Gesetzestext auf der Website des Bundesumweltministeriums.